Etappe 6: 2.451 Kilometer von Stift Melk in Österreich nach Paris, Frankreich

Stift Melk, Österreich

Vom Stift Melk brechen wir auf, um die 5. Etappe unserer Reise zu laufen.

Auf dem Plan stehen 2.451 Kilometer durch Liechtenstein, Schweiz und Frankreich.

Wie immer, viel Spaß beim Erkunden!

Ein Rückblick unseres Besuches im Stift Melk (2:45)

Vaduz, Liechtenstein

Unsere erste Station: Liechtenstein

Gefühlt liegt Liechtenstein um die Ecke, bis Vaduz sind es allerdings 540 Kilometer Fußweg. Vaduz wurde 1873 eine eigene Pfarrei. Im gleichen Jahr wurde die jetzige St. Florinskirche eingeweiht. Der Kirchenpatron St. Florin lebte im 7. Jahrhundert und stammte aus Matsch im Vintschgau. Papst Johannes Paul II. hat mit der Apostolischen Konstitution "Ad satius consulendum" vom 2. Dezember 1997 das Gebiet des Fürstentums Liechtenstein aus dem Bistum Chur ausgegliedert und für dieses Gebiet das Erzbistum Vaduz neu errichtet. Die Pfarrkirche St. Florin wurde dadurch zur Kathedrale. Die Pfarrei St. Florin umfasst das Gebiet der Gemeinde Vaduz mit ca. 5.000 Einwohnern, davon ca. 3.600 Katholiken.

Nun geht es in die Schweiz!

Kloster Einsiedeln, Schweiz

Nach 107 Kilometer erreichen wir das Kloster Einsiedeln

Das Kloster mit seiner Abtei- und Kathedralkirche Maria Himmelfahrt und St. Mauritius ist eine exemte Benediktinerabtei mit rund fünfzig Mönchen. Sie ist der größte Wallfahrtsort der Schweiz und eine bedeutende Station auf dem Jakobsweg.

Lese die Geschichte des Klosters in kurzer chronologischer Abfolge:
Kloster Einsiedeln: Geschichte

Weiter geht es zum Wallfahrtsort Flüeli-Ranft.

Flüeli-Ranft, Schweiz

Bruder Klaus (Niklaus von Flüe)

Das kleine Dorf Flüeli-Ranft liegt auf einer Hochebene etwas oberhalb von Sachseln. Das Dorf ist im Osten begrenzt durch das Melchaatobel (Ranft) und im Norden durch einen markanten bewaldeten Felsen (Fluo). Dieser Felsen gab dem Ort und der Familie des Bruder Klaus den Namen. Bruder Klaus (Niklaus von Flüe) lebte von 1417 bis 1487 und gehört zu den wirkungsmächtigsten Leitfiguren der Schweiz. Er gilt als Schutzpatron des Landes und wurde 1947 heiliggesprochen.

Lese Dich ein in das Leben von Bruder Klaus:
Niklaus von Flüe: Einführung in Leben und Wirken

Die Flüeli-Kapelle, offiziell Kapelle St. Karl Borromäus, ist die Dorfkapelle von Flüeli-Ranft aus dem Jahr 1618.

Unsere nächste Station ist die Partnerstadt von Steinhausen: Chaponnay in Frankreich.

Chaponnay, Frankreich

Die Partnergemeinde von Steinhausen an der Rottum

Von Flüeli-Ranft wandern wir 375 km nach Chaponnay in Frankreich. Die Partnergemeinde liegt im Departement Rhone-Alpes, ca. 20 km südlich von Lyon und hat 4.300 Einwohner. Seit knapp 40 Jahre besteht die Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden. Neben den großen Partnerschaftstreffen gibt es laufend kleinere Besuche wie bspw. letztes Jahr durch eine Radfahrgruppe aus Steinhausen. Von Steinhausen sind es rund 600 km durch das Jura Gebirge nach Chaponnay.

Blättere durch das Tour Tagebuch der Radfahrer 2019:
Steinhausen - Chaponnay: Mit dem Rennrad durch's Jura

Weiter geht es nach Südwestfrankreich in die Nähe der spanischen Grenze.

Lourdes, Frankreich

Die weltbekannte Marienwallfahrtsstätte

Unsere nächste Station in Frankreich ist Lourdes. Lourdes liegt im Südwesten und ist 584 Kilometer von Chaponnay entfernt. Nach der Überlieferung ist im Jahre 1858 einem jungen Mädchen an der Grotte von Massabielle wiederholt die Jungfrau Maria erschienen. Das Wasser, das aus einer Quelle in der Grotte sprudelt, gilt als heilkräftig.

Der Blick auf die Grotte wir permanent live übertragen. Klicke auf den Play Button.

Der Weg führt uns 536 km Richtung Norden nach Tours!

Tours, Frankreich

Hier liegt der heilige St. Martin begraben

Weiter geht es nach Tours, die Stadt hat gute 135.000 Einwohner und liegt an der Loire, zwischen Orléans und der Atlantikküste. Wir besuchen dort die römisch-katholische Basilika zu Ehren des heiligen St. Martins. Die Basilika wurde nach einem Entwurf des Architekten Victor Laloux im romanisch-byzantinischen Stil erbaut. Baubeginn war im Jahre 1887, eingeweiht wurde die Basilika im Jahre 1925. In ihrer Krypta befindet sich das Grab von Martin von Tours.

Wissenswertes:
Der Tafelladen in Ochsenhausen, welchen wir mit der Aktion auch unterstützen, ist nach dem hl. St. Martin benannt.
Lese den Tafelladen-Bericht zum aktuellen Jubiläum:
Schwäbische Zeitung: Laden für Bedürftige hat wieder regulär geöffnet – und feiert kleines Jubiläum

Die nächste Station in 144 km Entfernung ist Chartres.

Chartres, Frankreich

Die Kathedrale Notre-Dame von Chartres

Chartres (39.000 Einwohner) liegt 90 Kilometer südwestlich von Paris in einer großen Ebene inmitten von Weizenfeldern an der Eure, einem Nebenfluss der Seine. Im Zentrum der Altstadt steht die Kathedrale Notre-Dame de Chartres (Basilica minor). Sie ist über 130 Meter lang und 64 Meter breit und gehört somit zu den größten gotischen Bauwerken Europas. Die Kirche wirkt in der relativ kleinen Stadt absolut dominierend und ist in der flachen Landschaft schon von weitem zu erkennen. Während an vielen Kathedralen die Portalfiguren im Bildersturm der Hugenotten oder der Französischen Revolution untergingen und zahllose Glasmalereien dem Bedürfnis nach mehr Helligkeit zu Opfer fielen, ist in Chartres der hochbedeutende plastische Schmuck der Kathedrale fast unversehrt erhalten, ebenso nahezu sämtliche 176 Fenster. Die Kathedrale vermittelt daher die Atmosphäre der Hochgotik sehr intensiv und unverfälscht.

Lass Dich von der Kathedrale und der Stadt verzaubern! (3:26)

Paris is calling!

Paris, Frankreich

Notre-Dame de Paris („Unsere Liebe Frau von Paris“)

Die 6. Etappe unserer Reise durch Europa geht nach 2.451 Kilometer in Paris zu Ende. Hier besuchen wir die römisch-katholische Kirche Notre-Dame de Paris, welche der Gottesmutter Maria geweiht ist. Die Kirche wurde in den Jahren von 1163 bis 1345 errichtet und erlitt bei einem Großbrand im April 2019 schwere Schäden. Nach einigen Überlegungen steht fest, dass Notre-Dame möglichst originalgetreu wiederaufgebaut wird. Die Wiedereröffnung ist pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen 2024 geplant.

Wissenswertes:
Die drei Bienenstöcke auf dem Dach der Sakristei haben den zwölfstündigen Großbrand letztes Jahr unbeschadet überlebt.

Die 6. Etappe ist zu Ende!

Beeindruckende Stationen in Liechtenstein, Schweiz und Frankreich liegen hinter uns.

Nur noch zwei Etappen auf unserem Weg nach Rom!

Vielen Dank für die gemeinsame Reise.

Wochenimpuls

"Sich glücklich fühlen können auch ohne Glück. Das ist Glück."
Vertiefung: In den letzten Monaten mussten wir auf Vieles verzichten und fühlten uns vielleicht manchmal unglücklich.
Wir konnten Dingen, die uns selbstverständlich sind und zu unserem alltäglichen Glück beitragen, nicht nachgehen.
Beim Laufen diese Woche können wir uns Gedanken machen: Was macht mich glücklich? Was brauchen wir wirklich, um glücklich zu sein? Und was bedeutet Glück für jeden einzelnen? Wir können uns überlegen: "Ich fühle mich glücklich, weil/wenn... ich Freunde habe, ich arbeiten gehen kann, usw.

— Marie von Ebner-Eschenbach
6. Wochenimpuls

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