Von Aglona in Lettland in Lettland begeben wir uns auf die 3. Etappe unserer Reise durch Europa.
Wir werden 4.923 Kilometer durch Litauen, Weißrussland, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Moldau bis nach Rumänien gehen.
Lauft, geht, joggt, wandert, walkt die Strecke wie immer in Eurer eigenen Geschwindigkeit!
Viel Spaß!
Die erste Station unserer dritten Etappe, nach leichten 286 km, ist der Berg der Kreuze.
Die Bezeichnung ist etwas irreführend, handelt es sich doch eher um einen Hügel, als um einen Berg. Im Jahr 1993 betete hier Papst Johannes Paul II., seither gilt der Kreuzberg international als heiliger Ort für Katholiken.
Weitere Infos unter:
SKR Reisen: Berg der Kreuze
Wir laufen gemütliche 65 Kilometer weiter nach Šiluva.
Die jahrhundertealte Pilgertradition findet hier Ausdruck in einem beeindruckenden Sakralbau. Die Basilika Mariä Geburt (Basilica minor) ist eine im 18. Jahrhundert erbaute rote Backsteinkirche, die zu den letzten, einheitlichen sakralen Baudenkmälern des Spätbarocks gehört.
Wissenswertes: Hier in Šiluva ist die Heilige Jungfrau Maria zum ersten Mal in Europa erschien. Dies war im Jahr 1608. An dieser Stelle wurde eine weiße Marienkapelle errichtet, 150 Meter vor dem vor dem Portal der Basilika.
Weitere Infos unter:
Lithuania Travel: Marienerscheinungsort Šiluva
Die nächste Station, 195 km weiter ist die Basilika Mariä Heimsuchung in Trakai.
Die Stadt Trakai hat rund 4.300 Einwohner und liegt westlich von Vilnius, der litauischen Hauptstadt. Die Pfarrkirche ist römisch-katholisch.
Die litauische Hauptstadt liegt nur 30 km von Trakai entfernt.
Die Altstadt von Vilnius zählt zu den größten in Osteuropa und wurde 1994 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Wegen seiner vielen Kirchen wird Vilnius oft auch als das "Rom des Nordens" bezeichnet. Wir besuchen hier die römisch-katholische Annen- und die Bernhardinerkirche, welch direkt nebeneinanderstehen.
Besuche beiden Kirchen von außen und innen (10:38):
Wissenswertes:
In einer Rangliste der Städte nach ihrer Lebensqualität belegte Vilnius im Jahre 2018 den 81. Platz unter 231 untersuchten Städten weltweit.
Von Vilnius wandern wir 184 km nach Budslau in Weißrussland.
Die dortige Basilika Mariä Himmelfahrt ist eine ehemalige Klosterkirche, heute eine römisch-katholische Pfarrkirche mit der Stellung eines Nationalheiligtums und dem Titel einer Basilica minor. Sie beherbergt eine bedeutende Marienikone – eines der am meisten verehrten katholischen Bilder.
Weiter geht es nach Wizebsk, 218 Kilometer.
Hier bei Wizebsk wurde 1887 der Maler Marc Chagall geboren.
Hauptthemen seiner Bilder sind sein Heimatort Witebsk, Motive aus der Bibel sowie aus dem Zirkus. Chagall gilt als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts. Er wird oft dem Expressionismus zugeordnet und als „Maler-Poet“ bezeichnet. Um 1900 war Wizebsk eines der größten jüdischen Zentren mit mehr als 70 Gebetshäusern und Synagogen. 1941 wurde die Bevölkerung und Stadt durch die deutsche Wehrmacht nahezu vollständig ausgelöscht. Drei Jahre später konnte Wizebsk von der Roten Armee zurückerobert werden. Seit 1991 gehört die Stadt zum unabhängigen Staat Weißrussland und zur Region Belarus. Deshalb existieren in Wizebsk zwei Amtssprachen - belarussisch und russisch.
273 km sind es nun zur Hauptstadt Minsk, bevor wir wieder die Landesgrenze wechseln.
Wir erreichen unser Zwischenziel Minsk.
Minsk ist die Hauptstadt und gleichzeitig mit etwa 1,981 Millionen Einwohnern, die größte Stadt Weißrusslands. Wir besuchen ein der schönsten orthodoxen Kirchen des modernen Baus. Die Gedächtniskirche ist, mit dem bekrönenden Kreuz, 74 m hoch und fasst 1.200 Betende.
Entdecke Minsk im Zeitraffer (2:12):
Nach 1.800 gelaufenen Kilometer der dritten Etappe besuchen wir die Hauptstadt Polens.
Warschau hat über 1,75 Mio. Einwohner und ist damit auch die bevölkerungsreichste Stadt des Landes.
Entdecke Warschau in 5 Minuten! (5:56)
Warschau hat insgesamt 32 Kirchengebäude: Stöbere durch die einzelnen Gebäude:
Wikipedia: Alle Kirchengebäude in Warschau
Von Warschau geht es 236 km weiter nach Tschenstochau, zur Schwarzen Madonna. Sie ist ein Gnadenbild der Jungfrau Maria, das in Polen als nationales Symbol verehrt wird, zugleich die heiligste Reliquie des Landes darstellt und als Ziel von vielen Wallfahrten dient. So wird Tschenstochau in Polen auch die geistliche Hauptstadt des Landes genannt. Viele junge Menschen unternehmen die wichtige Wallfahrt zu Fuß und benötigen aus den Großstädten wie Krakau und Warschau mehrere Tage, um zum Paulinerkloster nach Tschenstochau zu gelangen.
Mehr Infos findest Du unter:
Polen Travel: Tschenstochau - Geistige Hauptstadt Polens
Der Weg führt uns nun zur zweitgrößten Stadt Polens.
Krakau liegt im Süden Polens und hat rund 775.000 Einwohner. Die dortige Marienkirche ist eine römisch-katholische Basilika und gehört aufgrund ihrer Geschichte, ihrer Architektur und ihrer Kunstschätze zu den Wahrzeichen der Stadt Krakau.
Unterhaltsam:Geburtsort von Johannes Paul II.
Die letzte Station in Polen ist Wadowice. Hier steht das Geburtshaus des Papstes Johannes Paul II.. Das Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die Familie Wojtyła mietete sich 1919 eine Wohnung im ersten Stock. Hier erblickte Karol Józef Wojtyła – der Heiligen Johannes Paul II. – am 18. Mai 1920 das Licht der Welt.
Unsere nächste Station nach 424 Kilometern ist Tschechien!
Nach einer langen Strecke haben wir Tschechien erreicht.
Wir besuchen die Hauptstadt Prag mit ihren 1,3 Mio. Einwohnern. Fast ein Achtel der Gesamtbevölkerung Tschechiens lebt hier. Prag ist ein Eldorado der Architektur: Romanische Kirchen und Souterrains, gotische Dome, barocke Paläste und Gärten, mondäne Jugenstil-Bauten und einzigartige kubistische Architektur machen aus ihr einen Ort, der seines gleichen auf der Welt sucht. Das Schöne, man muss nicht Kenner der einzelnen architektonischen Stile sein, um die architektonische Vielfalt der tschechischen Hauptstadt genießen zu können.
Lass Dich von der Schönheit Prags entführen! (2:42)
Am Ende unserer Stadterkundung besuchen wir den Veitsdom auf der Prager Burg.
Er ist die Kathedrale des Erzbistums Prag und das größte Kirchengebäude Tschechiens.
Wer ist Johannes von Nepomuk?
Die nächste Station in Tschechien ist die Wallfahrtskirche des hl. Johannes von Nepomuk, welche seit seit 1994 zum UNESCO-Welterbe zählt. Johannes von Nepomuk *um 1350 in Pomuk bei Pilsen; † 20. März 1393 in Prag war ein böhmischer Priester und Märtyrer. Er wurde 1729 von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen. Die Kirche wurde zu seinen Ehren erbaut.
Erfahre mehr über den hl. Johannes von Nepomuk:
Johannes Nepomuk: Brückenbauer zwischen Ost und West
Weiter geht es 198 Kilometer südöstlich in die Slowakei.
Wir erreichen die Slowakei.
Marianka ist der älteste Marienwallfahrtsort in der Slowakei. Er liegt zirka 6 km nördlich der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Im Jahre 1367 wurde vom Ungarnkönig Ludwig I. der Grundstein zur Wallfahrtskirche Mariä Geburt gelegt und der Ort dem Paulinerorden übergeben, welcher ein Kloster neben der Kirche errichtete. Dies ist somit gleichzeitig die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Im Laufe der Zeit wurden Kirche und Kloster ausgebaut, wobei im Kloster eine theologische Hochschule entstand, die zeitweilig sogar das Recht besaß, ein Doktorat zu vergeben.
Wir verweilen hier und genießen die Ruhe dieses beschaulichen Klosters.
Mit großen Schritten geht es weiter Richtung Ungarn
Nach 141 km erreichen wir Szombathely im Westen von Ungarn.
Hier besuchen wir die Kathedrale Mariä Heimsuchung. Sie ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Szombathely und zählt zu den größten Kirchen Ungarns.
Lasse Dir die Kathedrale in kurzen 5 Minuten im Detail erklären (5:00)
Tipp vom Orga-Team:
Der Martinuspilgerweg „Via Sancti Martini“, welcher hier beginnt.
Wegverlauf und Sehenswertes findest Du hier:
Diözese Rottenburg-Stuttgart: Martinusweg-Mittelroute Via Sancti Martini
Lass Dich inspirieren!
34 Kilometer nördlich von Budapest
Die Kathedrale von Vác in der ungarischen Stadt Vác ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Vác. Sie ist der Himmelfahrt Mariens und dem Erzengel Michael geweiht.
Erlebe eine wunderschöne Besichtigung mit inspirierender klassischer Musik (5:28)
Wir pilgern nun ein sehr langes Stück (630 km) Richtung Osten.
Die dortige Wallfahrtsstätte verdankt ihren Bekanntheit der Ikone der Mutter Gottes Maria. Jährlich besuchen ungefähr eine Million Pilger das Gnadenbild. Betreut wird der Wallfahrtsort durch die Ukrainische Griechisch-katholische Kirche.
Nach kurzer Rast, weiter nach Moldau
Von Ternopil sind es 420 Kilometer zum Höhlenkloster Orhei in Moldau.
Das Höhlenkloster auf dem Butuceni-Hügel wurde vermutlich 1675 gegründet. Zu dem Höhlenkomplex, der sich etwa 50 Meter über dem Fluss in der Felswand befindet, gehören eine Kapelle und mehrere angrenzende Mönchsklausen. Orhei ist ein außergewöhnlich ruhiger und reizvoller Ort mit beeindruckenden Landschaften und einem riesigen historischen Hintergrund.
Lese einen kurzweiligen Reisebericht:
Anna Kiseeva: Orheiul Vechi – entdecken Sie die alten Wurzeln Moldawiens
Nach langen aber sehr abwechslungsreichen Kilometern erreichen wir das letzte Land unserer Etappe: Rumänien.
Wir besuchen zuerst das Franziskanerkloster und die Klosterkirche Heilige Maria (Basilica minor). Sie ist alljährlich am Samstag vor Pfingsten ein stark besuchtes Wallfahrtsziel der römisch-katholischen Szekler in Rumänien.
Lese hier die letztjährige Papstpredigt im Heiligtum von Şumuleu Ciuc:
Vatican News: Papstpredigt im Heiligtum von Şumuleu Ciuc
Die letzte Station der dritten Etappe: Die Schwarze Kirche in Kronstadt.
Die Schwarze Kirche ist eine gotische Hallenkirche in der siebenbürgischen Stadt Kronstadt. Zusammen mit dem Alten Rathaus prägt die Schwarze Kirche als Wahrzeichen das historische Zentrum der Stadt. Ursprünglich war sie als katholische Kirche der Heiligen Jungfrau Maria geweiht. Mit der Reformation in Siebenbürgen, die auf Seiten der siebenbürgisch-sächsischen Bevölkerung wesentlich bestimmt wurde vom Reformator und späteren Kronstädter Stadtpfarrer Johannes Honterus, wurde das katholische Patrozinium aufgegeben. Ihren heutigen Namen trägt die Schwarze Kirche seit einem Stadtbrand im Jahr 1689. Sie ist die Hauptkirche der deutschsprachigen Honterusgemeinde der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien.
Lausche „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy aus der Schwarzen Kirche, Kronstadt (4.23)
Wir haben die 3. Etappe geschafft!
4.923 Kilometer liegen hinter uns.
Reich an Eindrücken lehnen wir uns zurück und lassen unsere Gedanken schweifen:
Zu Ländern, Städten und Kirchen.
Zur Geschichte, Religion und Vielfalt.
Zur Gemeinschaft und zum Frieden.
Danke für die gemeinsame Reise.