Von Kronstadt auch bekannt als Brasov begeben wir uns auf die 4. Etappe unserer Reise durch Europa.
Wir werden 6.865 Kilometer durch Bulgarien, Türkei, Griechenland über Zypern bis nach Mazedonien wandern.
Wie immer gilt lauft, geht, joggt, wandert, walkt die Strecke wie immer in Eurem eigenen Tempo!
Viel Spaß!
Verfolge eindrucksvolle Impressionen aus Kronstadt (3:32)
Die erste Station unserer vierten Etappe: Sofia
Nach 509 Kilometer erreichen wir die bulgarische Hauptstadt Sofia. Dort besuchen wir zuerst die Alexander-Newski-Kathedrale. Die bulgarisch-orthodoxe Kathedrale ist eines der Wahrzeichen Sofias. Der Grundstein wurde 1882 gelegt; der Stil ist neobyzantinisch.
Höre die wichtigsten Fakten zu Sofia (4:27)
Und nun fliege über die Stadt (7:28)
Wir wandern weiter zum Kloster Rila.
Nach 149 Kilometer erreichen wir das Kloster des heiligen Iwan von Rila, kurz Rila-Kloster. Es ist ein orthodoxes Kloster im Rila-Gebirge im südwestlichen Bulgarien. Es wurde im 10. Jahrhundert gegründet und ist das bedeutendste und größte Kloster Bulgariens. Weiter gehört zum UNESCO-Welterbe. Das Rila-Kloster war seit dem 18. Jahrhundert bis zur Befreiung Bulgariens von der osmanisch-türkischen Herrschaft (1878) die einzige funktionierende gesamtbulgarische Institution und galt zusammen mit den Klöstern Zografou und Chilandar auf dem Athos als eines der Zentren der Aufklärung Bulgariens.
Lesetipp vom Orga-Team:
Geo Magazin: Traumort des Tages - Das Rila-Gebirge
Mit gemeinsamen Schritten geht es zur nächsten Station: Plovdiv, Kulturhauptstadt 2019
Plovdiv: Älter als Rom und Athen.
Plovdiv ist eine der ältesten Städte der Welt und blickt auf eine 8.000-jährige Geschichte zurück. Thraker, Römer, Slawen und andere Völker bereicherten die zweitgrößte Stadt Bulgariens. Das spiegelt sich auch in der Architektur wider: Römische Amphitheater, frühchristliche Basiliken, christliche, muslimische und jüdische Gotteshäuser prägen das Stadtbild zusammen mit Hipster-Läden, modernen Cafés, Künstlerateliers und Street Art. Die Stadt ist ein Sehnsuchtsort für Künstler war europäische Kulturhauptstadt 2019.
Entdecke das unglaubliche historische Erbe der Stadt (3.58)
Erfahre mehr:
Welt.de: Kulturhauptstadt Europas - lohnt sich ein Trip nach Plovdiv?
Hl. Constanze und Helena Kirche
Die dortige Hl. Constanze und Helena Kirche ist eine der ältesten christlichen Kirchen Plovdivs. Sie befindet sich im Zentrum der Altstadt, direkt an der Mauer der Akropolis.
Wandern, Ruhe und viel Spiritualität.
Das Kloster Batschkowo liegt 68 km Fußmarsch südlich der Stadt Plovdiv. Das bulgarisch-orthodoxe Kloster ist das zweitgrößte Kloster in Bulgariens. Die Anlage gehört neben dem Kloster Rila zu den wichtigsten Wallfahrtzentren in Südosteuropas. Das Kloster wurde 1083 vom Georgier Gregor Pakourianos gegründet. In der Konzilskirche wird die in Silber gefasste Ikone der Heiligen Jungfrau Maria aus dem Jahr 1311 aufbewahrt, der man wundertätige Kräfte zuschreibt.
Lesenswert:
Süddeutsche Zeitung: Zwischen Rila und Rhodopen
Tipp:
Outdooractive.com: Entdecke die besten Wandertouren in Bulgarien
Auf geht's in die Türkei!
Istanbul - früher Konstantinopel (bis 1930)
Istanbul ist die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei. Mit rund 15,5 Millionen Einwohnern nahm die Metropolregion 2019 den 15. Platz unter den größten Metropolregionen der Welt ein. Mit jährlich über 14 Millionen Touristen aus dem Ausland ist Istanbul überdies die Stadt mit der achtgrößten Besucherzahl der Welt. Die Stadt liegt am Nordufer des Marmarameeres auf beiden Seiten des Bosporus, also sowohl im europäischen Thrakien als auch im asiatischen Anatolien. Das Stadtbild ist von Bauten der griechisch-römischen Antike, des mittelalterlichen Byzanz sowie der neuzeitlichen und modernen Türkei geprägt. Paläste gehören ebenso dazu wie zahlreiche Moscheen, Cemevleri, Kirchen und Synagogen. Die historische Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe. Istanbul war 2010 Kulturhauptstadt Europas.
Basilika St. Antonius
Die Basilika St. Antonius ist größte römisch-katholische Kirche in Istanbul und wurde von den Franziskanern erbaut.
Eine christliche und muslimische Pilgerstätte
Unsere nächste Station in der Türkei ist das Haus der Mutter Maria, nahe den Ruinen von Ephesus. Die Pilgerstätte ist eine der meistbesuchten Pilgerstätten der Türkei. Das Besondere: Das Haus wird von Christen und Muslime verehrt. Hier soll Maria, bis zu ihrem Tod gelebt haben. Die Geschichte der Entdeckung des Hauses geht auf die blinde Nonne Anna Katharina Emmerick aus Deutschland zurück, die im 18. Jahrhundert lebte.
Lese mehr zum Hintergrund:
Welt.de: Musliminnen pilgern zu Marias Haus in der Türkei
Wir besuchen nun die Insel Zypern!
Das „Lourdes von Zypern“.
Auf der Insel Zypern ist unsere erste Station das Kloster Apostolos Andreas. Das Kloster ist ein besonders wichtiger Wallfahrtsort für Griechen und Türken und der zypriotisch-orthodoxen Kirche. Die Überlieferung zur Gründung des Klosters besagt, dass das Schiff, das den heiligen Andreas transportiert, während einer Reise ins Heilige Land vom Kurs abkam und hier auf einen Felsen stieß. Als Andreas an Land kam, schlug er mit seinem Stab auf die Felsen und an diesem Punkt sprudelte eine Quelle hervor. Das Wasser erwies sich als heilend und stellte die Sehkraft des Schiffskapitäns wieder her, der auf einem Auge blind war. Daraufhin wurde der Ort ein Wallfahrtsort.
Nach 98 Kilometern erreichen wir das St. Barnabas-Kloster und die Grabstätte, wo der Märtyrer Barnabas als zypriotischer Nationalheiliger verehrt wird. Dieser soll im Jahr 45 mit dem Apostel Paulus auf die Insel gekommen sein soll. Das Barnabas-Kloster umfasst eine Klosterkirche, das Klostergebäude und eine außerhalb gelegene kleine Grabkirche. Die 1992 restaurierte Klosterkirche und das Kloster sollen im Jahre 1756 durch Erzbischof Philotheos errichtet worden sein. Davor bestanden Vorgängerbauten aus dem 10. Jahrhundert und aus dem Jahr 477.
Wissenswertes:
Zwei dem Namenstag am 11. Juni entsprechende Bauernregeln lauten:
Mit seiner Sens' der Barnabas, kommt her und schneidet ab das Gras.
Wenn St. Barnabas bringt Regen, gibt's reichen Traubensegen.
Auf in die Berge
Wir besuchen das auf 1.140 Metern Höhe gelegene Kloster Kykkos, welches das bedeutendste und reichste Kloster der Insel Zypern ist. Es verdankt sein hohes Ansehen einer vom Evangelisten Lukas gemalten Marienikone. Durch seine religiöse Bedeutung in der gesamten orthodoxen Glaubenswelt ist das Kloster Kykko seit Jahrhunderten ein nationaler Wallfahrtsort. Die heutigen Klosterbauten stammen vorwiegend aus dem 19. und 20. Jahrhundert und faszinieren vor allem durch die Pracht der Mosaike und Wandmalereien in den Klostergängen.
Das Kloster im schnellen 3 Minuten Rundgang (3:30)
2.700 Metern über dem Meeresspiegel
Nur 37 Kilometer entfernt vom Kloster Kykkos befindet sich das Kloster Chrysoroyiatissa. Die Höhenmeter sind allerdings nicht zu unterschätzen: Es liegt auf einer Höhe von 2.700 Metern. Im 12. Jahrhundert wurde es von Mönch Ignatius gegründet. Er hatte eine Ikone der Jungfrau Maria gefunden, deren Bild Wunder gewirkt haben soll. Es liegt 1,5 Kilometer vom heutigen Dorf Panayia entfernt, dem Geburtsort des verstorbenen Erzbischofs Makarios. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1770.
Wissenswertes:
Im Kloster wird Wein aus den klostereigenen Weinbergen für den regulären Verkauf produziert.
Wir sind in Athen!
Von Zypern sind es 1.242 Kilometer nach Athen, der griechischen Hauptstadt. Hier besichtigen wir den Areopag. Dies ist ein nordwestlich der Akropolis gelegener, 115 Meter hoher Felsen mitten in Athen. In der Antike tagte hier der oberste Rat. Gleichzeitig hat hier die Legende des Marathons ihr Ende: Nachdem die Athener bei der Schlacht bei Marathon über die Perser gesiegt hatten, soll ein Bote von Marathon nach Athen gelaufen und nach der Verkündung des Sieges auf dem Gipfel des Hügels gestorben sein. Weiter sprach Apostel Paulus hier im Jahr 50 n. Chr. zu den Athenern. Die Rede steht heute in einer eisernen Tafel neben dem Berg (Apostelgeschichte 17,19).
Lehne Dich zurück und genieße das grandiose Athen (5:07)
Die schwebenden Klöster von Metéora
Nach einem wunderbaren Aufenthalt in Athen, geht es nun 362 km Richtung Norden zu den Metéora-Klöstern. Diese liegen östlich des Pindos-Gebirges nahe der Stadt Kalambaka in Thessalien. Der Name Metéora leitet sich von meteorizo ab, was „in die Höhe heben“ bedeutet. Dieser Name beschreibt die Lage der Klöster, die auf hohen Sandsteinfelsen gebaut wurden und bei dunstiger Luft manchmal zu schweben scheinen. Ein Anblick, der fasziniert und die Lust erweckt, sich diese auf bis zu 500 Meter hohen Felsen liegenden Klöster mal aus der Nähe anzusehen.
Auf geht's! Ein spektakulärer Flug über die Klöster (3:02)
Thessaloniki, die zweite Gemeinde des Apostel Paulus
Unsere nächste Station ist Thessaloniki, eine Hafenstadt in Makedonien (Nord-Griechenland). Nach Apg 17,1ff ist Thessaloniki eine der Stationen auf der 2. Missionsreise des Apostels Paulus. Hier gründete der Apostel im Jahre 49 n.Chr. eine christliche Gemeinde, an die später die beiden „Thessalonicherbriefe” gerichtet sind. Der Ort an dem Paulus das Evangelium verkündete ist das byzantinische Vlatadon Kloster.
Erfahre alles zu Thessaloniki
Bibellexikon: Thessaloniki („Thessalonich“)
Nun geht es zur letzten Station dieser Etappe auf 2.000 Meter Höhe!
Eine Reise zum Garten der Jungfrau Maria
Wir besteigen nun den Berg Athos. Der Berg ist eine orthodoxe Mönchsrepublik mit autonomem Status unter griechischer Souveränität. 336 Quadratkilometer Fläche umfasst die Republik Athos. Von Nord nach Süd misst sie ungefähr 40 Kilometer. In der Republik leben rund 2.300 Mönche verteilt auf 20 Klöster. Nach der Überlieferung landete die Gottesmutter Maria nach einem Unwetter auf der Halbinsel und bat ihren Sohn, ihr diesen Paradiesgarten zu schenken. Keine andere Frau sollte dort neben ihr Platz haben. Seither ist der Athos für Maria und die Mönche reserviert, Frauen dürfen sich der Halbinsel per Schiff bis maximal 500 Meter nähern.
Alle Details:
Sonntagsblatt: Die griechische Mönchsrepublik Athos und ihre Pilger
Die 4. Etappe ist zu Ende!
6.865 Kilometer liegen hinter uns.
Wieder haben wir gemeinsam eine sensationelle Strecke geschafft.
Vielen Dank für die gemeinsame Reise!